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Quelle: Bernhard Mauracher
| Die adidas - Expedition ist zurück aus dem Exil. Nach vier Wochen in Russland sind nun alle froh, wieder zu Hause zu sein. Darunter auch Philip Baues und Bernhard Mauracher, die hier von den Höhen und Tiefen der Expedition berichten. Das Altaigebirge ist ein bis zu 4506m hohes mittel-asiatisches Hochgebirge im Grenzgebiet von Kasachstan, Russland (Sibirien), der Mongolei und China. Es erstreckt sich über rund 2100 km Länge vom Quellgebiet der Flüsse Irtysch und Ob in Südsibirien bis in die Trockenregionen Sinkiags und zum ostmongolischen Hochplateau. Das Klima des Altai ist stark kontinantal geprägt, was sich am deutlichsten in den langen, kalten Wintern zeigt. Die warem oder sogar heißen Sommer sind dagegen kurz. Der höchste Berg im Altai ist die Belucha mit 4506 m. Es Leben rund 50.000 Personen im zentralen Altai. |
Spätestens zwei Tage später war aber aller Reisestress vergessen als wir am Einstieg des ersten Bachs, dem Chuya River, angekommen waren. Tomass versprach uns feinstes Wildwasser auf den nächsten 20 Kilometern – allerdings hatten wir auch einen rekordverdächtigen Wasserstand...da wir ja aber eh keinen Vergleich hatten, bombten wir einfach Tomass hinterher und nach ein paar Stunden auf dem Bach hatten wir einen ersten Vorgeschmack auf das, was uns die nächsten Wochen in Sibirien erwarten würde – BIG Water!!!
Vom Chuya ging’s dann auf einer abenteuerlichen Fahrt durch atemberaubende Landschaften zum Chulishman, unserem ersten Multi-Day-Trip. Hier könnten wir uns die nächsten drei Tage an das Paddeln mit vollgepackten Booten gewöhnen und das einzigartige Gefühl der Abgeschiedenheit der vollkommenen Wildnis genießen. | ![]()
Quelle: Bernhard Mauracher/Stephan
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Quelle: Bernhard Mauracher/Stephan
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Zwischen den Mehrtagestouren kauften wir immer wieder in kleinen Dörfern oder Städten Verpflegung ein – ein Highlight der besonderen Art: Aufgrund der harten Lebensbedingungen und der Perspektivlosigkeit ist Alkoholmissbrauch ein großes Problem im Altai. Wie Zombies stolpern dort die Menschen schon am Morgen über die Straßen und betteln um Bier oder Vodka. Erschreckend! Auch das Essen in Sibirien war gewöhnungsbedürftig: ungefähr keine Vitamine, dafür fast ausschließlich fettiges, abgekochtes Fleisch und Nudeln mit Mayonnaise. Sowieso ist Mayo in Russland offenbar ein universelles Grundnahrungsmittel. Auf Dauer kann einen das ganz schön fertig machen...
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Quelle: Bernhard Mauracher/Stephan
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Quelle: Bernhard Mauracher/Stephan
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Die einzige wirkliche Auszeit vom Big-Water nahmen wir uns am Kurkure River: oberhalb eines beeindruckenden 30-m-Wasserfalls reihen sich 4 Stufen von 4-10 Meter Höhe aneinander. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir es, mal wieder etwas weniger Wasser unterm Boot zu haben und ganz definierte, technische Stellen zu paddeln. Grandios!
Zum Abschluss unserer Reise kehrten wir noch einmal zum Mahzoy Schlucht auf dem Chuya zurück, wo wir uns die letzten zwei Tage mit ein paar Non-Stop-Runs austobten. Dem Anlass gebührend kauften wir dann am letzten Abend ein Schaf, um endlich mal wieder ein vernünftiges Essen auf die Teller zu zaubern. Zum Glück war einer unserer Fahrer routiniert im Umgang mit Fleisch, das noch weglaufen kann und vermutlich sogar einen Namen hat...mit einem geübten Schnitt war die Kehle durch und das kleine Schäflein konnte seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt werden. Frischer geht’s wohl nicht...So hatten wir auf alle Fälle einen tollen letzten Abend am Fluss, bevor es am nächsten Tag zurück nach Novosibirsk ging, von wo wir alle nach und nach den Rückflug antreten konnten. Wie immer war es ein grandioses Abenteuer und einfach eine tolle Zeit mit den Jungs! Obwohl einige vorher noch nicht zusammen beim Paddeln unterwegs waren, haben wir uns super verstanden und viel Spaß auf und abseits des Bachs gehabt. Dope! Und die Russen sind verdammt noch mal verrückte Hunde!!! | ![]()
Quelle: Bernhard Mauracher/Stephan
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